Billy Idol hat musikalische Brücken zwischen Punk und Hardrock
gebaut. Der schockblonde Rockrebell, der die Musikwelt mit Rebel
Yell, Dancing with Myself, Flesh for Fantasy und Cradle of Love
faszinierte, feierte 2006 mit der CD Devil’s Playground ein erstaunliches
Comeback. Nach über einem Jahrzehnt zog es den Punk-
Provokateur wieder auf die Bühnen zurück, die er mit schrillen Songs,
aggressiven Attitüden und dem Charme des Mittelfingers eroberte.
Im Sommer beehrt Billy Idol einmal mehr Deutschland und spielt vier
Konzerte in Abenberg, Ravensburg, Twistringen und Bonn.
Der in England geborene Billy Idol traf bei den Sex Pistols, The Clash
und Generation X, deren Sänger er schließlich wurde, auf Gleichgesinnte.
Anfang der 80er Jahre zog er nach New York und dann weiter
nach Los Angeles, wo er heute noch lebt. Der internationale Durchbruch
gelang ihm mit Rebel Yell (1984), das in Deutschland die Nr. 2
der Charts erreichte. Die Single Sweet Sixteen vom dritten Album
Whiplash Smile entwickelte sich hierzulande zu seiner erfolgreichsten
Hitsingle.
Ein schwerer Motorradunfall, bei dem er nur knapp dem Tod entkam,
überschattete die Veröffentlichung der CD Charmed Life, die dennoch
Furore machte. An den Rand der Existenz führte ihn ungezügelter
Drogenkonsum. Erst mit dem totalen Rückzug ins Private kam die
Besinnung.
Billy Idol hat die Exzesse hinter sich gelassen, aber in seiner Musik
und live ist er nach wie vor kompromisslos geblieben. Mit Devil’s
Playground „zoomte er den Hörer zurück in die Zeit, wo nach harten
Nächten noch keine Kopfschmerzen klopften und einem ganz viele
Dinge ganz wunderbar scheißegal waren“ (Stern).
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